WELCHE VERWERTUNGSMODELLE VERFOLGEN PROJEKTENTWICKLER?

29. Oktober 2018 | Immobilien, Finance,

Welche Verwertungsmodelle verfolgen Projektentwickler?

 

Projektentwickler ist eine Bezeichnung für Bauherren, die aus einer Bestandsimmobilie oder auf einem freien Grundstück ein neues Bauprojekt errichten. Sehr häufig sind Projektentwickler Bauträger, die im eigenen Namen als Bauherren agieren und bis zum Verkauf des Immobilienobjektes das volle Risiko tragen.

Der Aufgabenbereich des Projektentwicklers in der Immobilienbranche umfasst diverse Aufgaben, beginnend beim Grundstückserwerb, über die Planung und Konzeption des Bauvorhabens,  die Finanzierung und Budgetplanung bis hin zum tatsächlichen Bauvorgang. Die Projektentwicklung kann aber auch in kleinerem Rahmen erfolgen, beispielsweise bei Sanierungen bzw. Renovierungen von Bestandsimmobilien.

Die wichtigste Frage ist jedoch immer dieselbe – wie kann das Projekt zu einem wirtschaftlichen Erfolg führen und welche Verwertungsmodelle gibt es?

- In den meisten Fällen werden die fertiggestellten Einheiten einzeln an EndabnehmerInnen verkauft. Hier spricht man vom Einzel-Abverkaufs-Modell. Hierbei ist anzumerken, dass bei Neubauprojekten mit dem Verkauf schon vor Baubeginn bzw. vor Fertigstellung des Immobilienprojektes begonnen werden kann. Mit der Projektvermarktung kann sogar schon während der Projektkonzeption gestartet werden.

- In manchen Fällen wird das gesamte fertiggestellte Immobilienobjekt auf einmal weiterverkauft (Globalverkauf). Diese Variante ist insbesondere für Kunden wie Stiftungen, Versicherungen, Banken bzw. institutionelle Investoren, Family Offices, Fonds und Banken interessant, da diese ihr Geld langfristig veranlagen wollen.

- Der Bauträger kann auch als Dienstleister agieren, indem er dem potenziellen Bauherren die Entwicklung eines Grundstücks in Form einer Dienstleistung anbietet. Im Gegenzug bekommet der Bauträger eine vertraglich festgelegte Gebühr und entwickelt das Projekt für den Bauherren.

- Teilweise werden die fertiggestellten Immobilien nicht weiterverkauft, sondern bleiben in eigenem Bestand. Hier nutzt der Projektentwickler meist selbst die Vorteile des Vermietungsmodells und vermietet das Immobilienobjekt über Kurzzeitvermietungen oder in Form eines Dauermietverhältnisses weiter.

- Durch den Abschluss eines Forward Funding Agreements kann der Projektentwickler sein Immobilienprojekt schon in einer sehr frühen Entwicklungsphase an eine/n InvestorIn verkaufen. Dieser stellt die weitere Finanzierung des Projektes sicher. Oft passiert das schon vor Beginn der Entwicklungsarbeiten und teilweise schon vor der Planung. Der Kaufpreis wird in Raten gezahlt und hängt vom Baufortschritt ab.

- Eine weitere Möglichkeit eine Immobilienprojektentwicklung frühzeitig zu veräußern ist in Form eines Forward Purchase Agreements. Der Entwickler stimmt in einem frühen Entwicklungsstadium zu, die fertige Entwicklung an einen Käufer zu veräußern. Im Gegensatz zu einer Forward-Funding Vereinbarung wird hier der Kaufpreis jedoch in der Regel nicht vor Fertigstellung der Entwicklung ausbezahlt, wobei der Bauträger die Baukosten selbst trägt.  

Von den sechs vorgestellten Modellen ist bei REVAL das Einzel-Abverkaufs-Modell das gängigste.